Gärtner*in

Du arbeitest gerne vielseitig, machst unterschiedliche Aufgaben und bist auch auf der Arbeit gerne an verschiedenen Orten und vor allem draußen unterwegs? Außerdem freust du dich über einen Beruf, mit dem du recht sicher einen Arbeitsplatz finden kannst? Arbeitest du gerne handwerklich und kreativ? Vielleicht ist Gärtner*in der passende Beruf für dich.

Hier das Wichtigste:

AUFGABEN:
Als Gärtner*in kannst du dich in verschiedenen Fachrichtungen spezialisieren: Garten und Landschaftsbau, Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Obstbau, Gemüsebau, Staudengärtnerei oder Zierpflanzenbau.
Je nach dem für welches Fachgebiet du dich entscheidest, können sich deine Aufgaben unterscheiden. Zu deinen Aufgaben kann es gehören Gärten zu planen und anzulegen, Pflanzen (z.B. Obst, Kräuter, Gemüse) anzupflanzen, anzubauen und zu düngen oder Pflanzenschutz und Pflanzenzucht zu betreiben.
Es hilft dir, wenn du gut planen und organisieren kannst, zum Beispiel wie lange ein Projekt dauert und wie viele Arbeiter*innen und Materialien benötigt werden. Die notwendigen Materialien kaufst du ein und bereitest sie vor. Je nach Aufgabe können es kleinere Dinge wie Pflanzen und Dünger, Steine und Werkzeuge sein aber auch schwere Geräte, wie Bagger. Eine Hauptaufgabe ist das Vermehren von Pflanzen. Auch das Ernten und Lagern und die Vorbereitung für Transport und Verkauf von Gemüse und Obst ist eine wichtige Aufgabe. Beim Verkauf ist es wichtig, dass du deine Kund*innen gut beraten kannst. Dazu beantwortest du Fragen mit deinem Fachwissen und empfiehlst Pflanzen für bestimmte Zwecke oder gibst Pflegetipps.

BENÖTIGTER SCHULABSCHLUSS:
Die meisten haben einen Hauptschulabschluss oder mittlere Reife. Es gibt aber auch einige Auszubildende ohne Schulabschluss.

AUSBILDUNGSDAUER:
Die Ausbildung zur Gärtner*in dauert für alle Fachrichtungen drei Jahre. Meistens ist es eine duale Ausbildung, das heißt ein Teil der Ausbildung findet in einem Betrieb statt, ein Teil in der Berufsschule. In den ersten zwei Jahren lernst du allgemeines Wissen, im dritten Jahr lernst du dann Fachwissen zu dem gewählten Schwerpunkt.

PFLEGESCHULEN IN FRANKFURT:
Philipp-Holzmann-Schule (www.philipp-holzmann-schule.de)

VERDIENST:
Kann je nach Fachrichtung variieren.
1. Jahr: ca. 540€ – 575€ brutto monatlich
2. Jahr: ca. 650€ – 690€ brutto monatlich
3. Jahr: ca. 725€ – 780€ brutto monatlich.

Einstiegsgehalt nach deiner Ausbildung: 1.500 bis 2.850 Euro brutto, Anfangsgehalt variiert je nach Branche. Das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt bildet auch aus und bietet attraktive Arbeitsbedingungen bei Übernahme.

ARBEITSZEITEN:
Meistens 40 Stunden die Woche, hier gibt es auch wieder Unterschiede in den Fachrichtungen. In der Erntezeit kann es bei manchen Arbeitgeber*innen sein, dass du Überstunden machen musst. In anderen Zeiten kann es sein, dass du kürzer arbeitest oder Ausgleichstage für die Überstunden nehmen kannst.

ARBEITSORTE:
Wenn du deine Ausbildung abgeschlossen hast kannst du z.B. in Gärtnereien, in botanischen und zoologischen Gärten, in Fachbetrieben des Landschafts- und Gartenbaus, in Friedhofsgärtnereien oder in botanischen und zoologischen Gärten arbeiten.

VORAUSSETZUNGEN:
Gärtner*in ist nicht gleich Gärtner*in. Wie du arbeitest und was du dafür brauchst hängt davon ab, in welchem Ausbildungsbetrieb und in welchem Bereich du tätig bist. Für den Obstbau solltest du gerne draußen arbeiten und gerne körperlich arbeiten. Bist du im Verkauf eines Gartencenters, arbeitest du eher in einem Gewächshaus oder berätst Kund*innen. Je nachdem was deine Stärken sind, solltest du dir gut überlegen, in welchem Bereich du arbeiten willst.
In bestimmten Bereichen helfen gute Noten und Kenntnisse in Bio und Chemie. Damit kannst du z.B. besser entscheiden, welche Düngemittel passen oder feststellen, wie Böden und Erden beschaffen sind.  Auch gute Mathekenntnisse können hilfreich sein zum Berechnen von Flächen und Mengen. Falls das auf dich nicht zutrifft – keine Sorge! Das ist kein Muss. Die Hauptsache ist, dass du Interesse an dem Beruf hast. Außerdem hilft dir handwerklich-technisches Geschick, eine sorgfältige Arbeitsweise und gestalterische Fähigkeiten.

FORT- UND WEITERBILDUNGEN:
Eine Weiterbildungsmöglichkeit ist die*der staatlich geprüfte Techniker*in. Damit entwickelst und betreust du Produktionsverfahren und hast häufig Verantwortung für andere Mitarbeiter*innen. Die Weiterbildung dauert entweder zwei Jahre in Vollzeit oder vier Jahre, wenn du sie neben deinem Beruf machst.
Weitere Weiterbildungsmöglichkeiten hängen davon ab, welche Fachrichtung du wählst. Eine Möglichkeit ist die Weiterbildung zum*zur Industriemeister*in. Dann bist du meistens für ein kleines Team verantwortlich. Als Meister*in kann es noch weitergehen: mit einem Studium (auch ohne Abitur) an einer Fachhochschule oder mit der Weiterbildung zum*zur technischen Betriebswirt*in an der Industrie- und Handelskammer. Das ist vor allem interessant, wenn du auch im kaufmännischen Bereich arbeiten willst.

TEILZEIT:
Es gibt die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten.

FRAUENANTEIL:
♀♂: Der Frauenanteil der Gärtner*innen liegt bei 22,7 % (Statistisches Bundesamt 2010).
Je nach Schwerpunkt kann er jedoch variieren. Im Garten- und Landschaftsbau liegt der Anteil der Frauen deutlich niedriger.

NACHTEILE:
Falls du nicht gerne körperlich arbeitest oder dir die Hände nicht gerne dreckig machst, ist dieser Beruf vielleicht nicht für dich geeignet.

ALTERNATIVEN:
Falls dich dieser Bereich interessiert, der Beruf Gärtner*in aber doch nicht ganz das Richtige für dich ist, kannst du dich über folgende verwandte Ausbildungen informieren:

  • Florist*in
  • Umweltschutztechnische*r Assistent*in
  • Forstwirt*in
  • Pflanzentechnolog*in
  • Tierwirt*in
  • Biologisch-technische*r Assistent*in
  • Landwirt*in

WEITERE INFOS GIBT ES HIER:

Allgemein: