Pflegefachfrau*mann

Du hilfst gerne anderen Menschen, bist empathisch, arbeitest gerne im Team und verlierst nicht den Überblick, wenn es Mal stressig wird? Dann ist der Beruf der Pflegefachfrau*mann genau der Richtige für dich.

Hier das Wichtigste:

AUFGABEN:
In deiner Pflegefachfrau*mann-Ausbildung lernst du alles über den menschlichen Körper, die Durchführung von medizinischen und pflegerischen Behandlungen sowie Organisations- und Verwaltungsaufgaben.
Als Pflegefachfrau*mann trägst du eine hohe Verantwortung für das Wohl deiner Patient*innen in der Kranken-, Kinderkranken- oder Altenpflege. Je nachdem, auf welcher Station du eingesetzt wirst und welchen Schwerpunkt du gewählt hast, sehen deine Aufgaben unterschiedlich aus. Im Allgemeinen führst du ärztliche Anordnungen durch, assistierst bei ärztlichen Maßnahmen, dokumentierst Patient*innendaten und wirkst bei der Qualitätssicherung mit.

BENÖTIGTER SCHULABSCHLUSS:
Mittlere Reife oder einen Hauptschulabschluss mit beruflichen Vorkenntnissen (z.B. eine zweijährige Berufsausbildung)

AUSBILDUNGSDAUER:
3 Jahre Ausbildung in einem Wechsel von Theorie und Praxis.
Alle angehenden Pflegekräfte werden in den ersten zwei Lehrjahren gemeinsam unterrichtet und absolvieren zusammen die Zwischenprüfung. Im dritten Lehrjahr kannst du dich dann entscheiden, ob du die

  • generalistische Pflegeausbildung (früher die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpfleger*in)

machen willst oder dich auf die Bereiche

  • Altenpflege oder
  • Kinderkrankenpflege

spezialisieren möchtest.

PFLEGESCHULEN IN FRANKFURT:
Agaplesion Bildungszentrum, Ludwig Fresenius Schulen Frankfurt, Frankfurter Verband, Kommit, Max Q, Fachseminar für Altenpflege, Hufelandhaus, Agnes-Karll-Schule, Krankenpflegeschule und Krankenpflegehilfeschule der Rotkreuz, Klinikum Frankfurt Höchst, Katharina-Kasper-Schule & Regina-Protmann-Schule

VERDIENST:
1. Jahr: ca. 950€ – 1.141€ brutto monatlich
2. Jahr: ca. 1050€ – 1.202€ brutto monatlich
3. Jahr: ca. 1150€ – 1.303€ brutto monatlich

Einstiegsgehalt: Dein Einstiegsgehalt richtet sich nach der tariflichen Vergütungsgruppe, in die du eingestuft wirst. Je nach Art der Einrichtung sind für Berufseinsteiger*innen zum Beispiel Verdienste zwischen 2.300 und 2.800 Euro brutto monatlich möglich. Zudem erhältst du Zuschläge für Nachtschichten oder die Arbeit an Feiertagen.

ARBEITSZEITEN:
Schicht- und Wochenenddienst, sowie an Feiertagen

ARBEITSORTE:
Krankenhäuser, Fachpraxen, Gesundheitszentren, Pflegeheime, Anlagen für betreutes Wohnen, soziale Einrichtungen, ambulante Pflegedienste

VORAUSSETZUNGEN:
Da du in der Pflege eng mit hilfsbedürftigen Menschen arbeitest, kannst du den Beruf nur ausüben, wenn du gesundheitlich und persönlich zur Ausübung des Berufs geeignet bist. Für den Nachweis verlangen die meisten Einrichtungen vor Beginn der Ausbildung ein aktuelles Gesundheitszeugnis und manchmal auch ein amtliches Führungszeugnis.

BESONDERHEITEN:
Ab dem 1. Januar 2020 entsteht durch das Pflegeberufereformgesetz ein neues Berufsbild (Pflegefachfrau*mann) durch die Zusammenführung der drei bisherigen Pflegefachberufe in den Bereichen der „Altenpflege“, „Gesundheits- und Krankenpflege“ und „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“.
Diese neue generalistische Pflegeausbildung befähigt die Auszubildenden zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen. Der generalistische Berufsabschlusses gilt dann auch in anderen Mitgliedsstaaten der EU.
Auch die neue Pflegefachkraftausbildung dauert drei Jahre. Nach dem erfolgreichen Abschluss der generalistischen Ausbildung bist du ein*e Pflegefachfrau*mann.
Wenn du dich spezialisieren möchtest, musst du dafür einen sogenannten Vertiefungseinsatz im Ausbildungsvertrag vereinbaren. Den Schwerpunkt musst du vier bis sechs Monate vor Beginn des letzten Ausbildungsdrittels setzen, um damit den Abschluss mit der Spezialisierung „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ oder „Altenpflege“ zu erwerben.

FORT- UND WEITERBILDUNGEN:
Nach Abschluss deiner Ausbildung hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, beispielsweise kannst du dich zur Praxisanleiter*in oder Stationsleiter*in weiterbilden.

TEILZEIT:
Es gibt die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, du kannst auch deine Ausbildung in Teilzeit absolvieren. Wenn du gerne eine Teilzeitausbildung in Gesundheits- und Pflegeberufen machen möchtest, kannst du dich hier informieren.

FRAUENANTEIL:
♀♂: Der Frauenanteil in medizinischen Gesundheitsberufen liegt bei über 80 %

NACHTEILE:
Du arbeitest im Schichtdienst und musst daher bereit sein auch frühmorgens, am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten.

ALTERNATIVEN:
Falls dich der medizinische Bereich interessiert, aber der Beruf Pflegefachfrau*mann doch nicht ganz das Richtige für dich ist, kannst du dich über folgende Ausbildungen informieren:

  • Medizinische*r Fachangestellte*r (MFA)
  • Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r (ZFA)
  • Physiotherapeut*in
  • Heilerziehungspfleger*in
  • Fachkraft Pflegeassistenz
  • Altenpflegehelfer*in
  • Gesundheits- und Krankenpflegehelfer*in

WEITERE INFOS GIBT ES HIER:

Allgemein:
https://www.pflegeausbildung.net/
https://www.azubiyo.de/berufe/pflegefachmann/
https://www.ausbildung.de/berufe/pflegefachmann/
https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index;BERUFENETJSESSIONID=X-IQA5tzAKEwMdQ8u6me9VnjKjKHPoL5eD8KpTtqi745T52XnRrz!1576851255?path=null/kurzbeschreibung&dkz=132173

Frauen in medizinischen Gesundheitsberufen:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/pflegekraefte/beschaeftigte.html
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167555/umfrage/frauenanteil-in-verschiedenen-berufsgruppen-in-deutschland/

Infos zur neuen generalistischen Pflegeausbildung:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflegeberufegesetz.html
https://www.pflegeausbildung.net/