Feuerwehrfrau*mann

Es brennt, ein Notfall! Eine Person wählt 112 – und du gehst ran? Wenn du gerne als Feuerwehrkraft arbeiten möchtest, solltest du mit deinem Team schnell zur Stelle sein und qualifizierte Hilfe in Not und Gefahr leisten. Du analysierst und löst gerne schwierige Situationen und bewahrst dabei einen kühlen Kopf? Dann bist du an diesem Einsatzort richtig.

Hier das Wichtigste:

AUFGABEN:
Durchführung von Brand- und Gefahrenschutz, Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung und Rettungsdienst.

BENÖTIGTER SCHULABSCHLUSS:
Guter Hauptschulabschluss, manchmal auch mittlere Reife

AUSBILDUNGSDAUER:
3 Jahre in zwei Abschnitte unterteilt:
1,5 Jahre handwerkliche Ausbildung & 1,5 Jahre feuerwehrtechnische und die rettungsdienstliche Ausbildung

BERUFSSCHULE IN FRANKFURT:
Feuerwehr- und Rettungs-Trainings-Center (FRTC)

VERDIENST:
1. Jahr = 918,26€ brutto monatlich
2. Jahr = 968,20€ brutto monatlich
3. Jahr = 1014,02€ brutto monatlich
Einstiegsgehalt = 1600€-2200€ brutto monatlich

ARBEITSZEITEN:
Schicht- und Wochenendarbeit, sowie an Feiertagen

ARBEITSORTE:
Die Feuerwehr ist unterschiedlich organisiert:

Berufsfeuerwehrleute arbeiten meistens in städtischen Feuer- und Rettungswachen, bei der Flughafenfeuerwehr oder auch der Bundeswehr.

Die Werksfeuerwehr kann in Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftszweige ihren Arbeitsplatz finden. Dazu zählen Chemieunternehmen und große Kraftwerke, von denen Gefahr ausgehen könnte.

VORAUSSETZUNGEN:
Um die Ausbildung beginnen zu können, musst du in der Regel eine theoretische und praktisch-sportliche Eignungsprüfung bestehen. Es kann auch noch ein Verfahren geben, in dem deine gesundheitliche Eignung geprüft wird. Gefordert werden oft zudem das Schwimmabzeichen in Silber und ein Führerschein der Klasse B.

BESONDERHEITEN:
Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung gibt es die Möglichkeit, in ein Beamtenverhältnis übernommen zu werden. Das bedeutet, dass jemand beim Staat angestellt ist und dadurch andere Rechte hat als normale Angestellte. Ein Vorteil ist, dass Beamte nicht gekündigt werden können. Zudem erhalten sie keine Rente, sondern eine sogenannte Pension, die höher ausfällt als der übliche Rentendurchschnitt. Nachteile sind, dass viele Beamte nicht streiken dürfen und im Bedarfsfall ihren Dienstplatz wechseln müssen. Die Feuerwehr wird durch den Magistrat der jeweiligen Stadt unter der Branddirektion koordiniert.

FORT- UND WEITERBILDUNGEN:
Hast du eine Grundausbildung absolviert, gibt es auch Möglichkeiten, dich zu spezialisieren. Zum Beispiel:

  • zur Gruppenführer*in (öffentl. rechtlich)
  • zur Brandschutzmeister*in (IHK)
  • zur Industriemeister*in- Fachrichtung Brandschutz
  • zur (Werk-)Feuerwehrtechniker*in (IHK)
  • zur Ausbilder*in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis)

TEILZEIT:
Es gibt prinzipiell auch die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten, wird jedoch durch die Schichtarbeit erschwert.

FRAUENANTEIL:
♀♂: Die Stadt Frankfurt am Main strebt an, den Anteil von Frauen in diesem Bereich zu erhöhen. Bewerbungen von Frauen werden daher besonders begrüßt. Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten sind ausdrücklich erwünscht.

Der Frauenanteil liegt derzeit bei nur 1,4% innerhalb der Berufsfeuerwehr.

NACHTEILE:
Deine Arbeitszeiten sind immer nach Schichtplan vorgegeben. Du musst daher bereit sein auch frühmorgens, am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten.

ALTERNATIVEN:
Falls dieser Beruf doch nicht ganz das Richtige für dich ist, kannst du dich über folgende Ausbildungen informieren:

  • Geprüfte Brandschutzfachkraft
  • Geprüfte Werkfeuerwehrtechniker*in
  • Beamte*r in der Gewerbeaufsichtsverwaltung (mittlerer technischer Dienst)

WEITERE INFOS GIBT ES HIER:

Frauen bei der Feuerwehr:
http://www.feuerwehrfrauen.de/%C3%BCber-uns/

Werkfeuerwehr:
http://www.feuerwehr-frankfurt.de
http://planet-beruf.de

Berufsfeuerwehr:
https://www.feuerwehrmagazin.de