Fachinformatiker*in

Du befasst dich privat viel mit Programmierung und dem Zusammenbau von Rechnern und Computersystemen? Du bist fit in Mathe und kannst auch mit komplexen Rechenaufgaben gut und sicher umgehen? Dich interessiert der Computer generell auch abseits von Internet und Games?… Vielleicht ist Fachinformatiker*in das Richtige für dich!

Übrigens, wusstest du schon, dass das erste Computerprogramm 1843 von einer Frau entwickelt wurde? Ada Lovelace hieß die britische Mathematikerin, nach der auch eine Programmiersprache benannt wurde.

Hier das Wichtigste:

AUFGABEN:
Das Klischee, dass sich in solchen Ausbildungen nur Nerds finden, ist längst überholt. Die Fachinformatiker*in von heute denkt serviceorientiert und kann das eigene Fachwissen verständlich vermitteln. Sie hört die Wünsche der Anwender*innen und erstellt dafür passende IT-Lösungen. Bei der Einführung neuer Systeme führt sie spezielle Schulungen durch und berät bei Problemen. Sie plant, entwickelt, konfiguriert, verwaltet und analysiert IT-Systeme mithilfe moderner Tools und Techniken. In der Ausbildung zur Fachinformatiker*in kannst du zwischen zwei verschiedenen Schwerpunkten wählen:

Im Bereich Systemintegration arbeitest du im Team, um IT-Lösungen für Kund*innen zu finden. Du wirst gerufen, wenn Störungen oder Fehler auftreten und bei der Einrichtung oder Erweiterung von bestehenden Systemen. Deine Spezialität ist die Vernetzung von Hard- und Softwarekomponenten. Du kennst die verschiedenen Systeme und ihre Funktionen in- und auswendig, bist immer auf dem neuesten Stand und kennst dich mit aktuellen Programmen und Netzwerken aus.

Im Bereich Anwendungsentwicklung entwirfst und entwickelst du Softwareprojekte auf Wunsch der Kund*innen. Jedes Unternehmen nutzt branchenspezifische Programme, mit denen zum Beispiel Auftragsbearbeitung, Buchhaltung oder Datenbanken am PC verwaltet werden. Das Unternehmen gibt die Entwicklung solcher Programme bei dir in Auftrag. Mithilfe von Modellen und Programmiersprachen setzt du die Wünsche fachgerecht um.

BENÖTIGTER SCHULABSCHLUSS:
Für die Ausbildung als Systeminformatiker*in gibt es keine vorgeschriebene Schulbildung. Empfohlen wird aber Mittlere Reife.

AUSBILDUNGSDAUER:
3 Jahre duale Ausbildung

BERUFSSCHULE IN FRANKFURT:
Werner-von-Siemens-Schule

VERDIENST:
1. Jahr: ca. 695-755€ brutto (vor Abzug der Steuern) monatlich
2. Jahr: ca. 755-812€ brutto monatlich
3. Jahr: ca. 830€-880€ brutto monatlich
Einstiegsgehalt: ca. 1.500-2.400€ brutto monatlich.

Die Höhe der Ausbildungsvergütung hängt insbesondere davon ab, ob und nach welchem Tarifvertrag gezahlt wird.

ARBEITSZEITEN:
Je nach Unternehmen und Branche variieren deine Arbeitszeiten. Manchmal hast du Standard-Arbeitszeiten von ca. 9-17Uhr. Wenn du aber z.B. große Serveranlagen betreust, kann es vorkommen, dass du eine Nachtschicht einlegen musst.

ARBEITSORTE:
Beim den Autraggeber*innen vor Ort oder im Büro

VORAUSSETZUNGEN:
Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung ist, dass du dich für Computer und IT interessierst und dich bereits damit auskennst. Neben deinen Informatikkenntnissen hast du auch ein gutes Verständnis für Zahlen und Logik? Perfekt! Wenn du jetzt auch noch gut in Englisch bist (viele Programmbeschreibungen sind auf Englisch), kann es losgehen.

BESONDERHEITEN:
Oftmals ist selbstständiges Arbeiten möglich und du hast zukunftssichere Berufschancen im IT.

FORT- UND WEITERBILDUNGEN:
In diesem Bereich ist es wichtig, dass du dich von vornherein weiterbildest, um deine Einsatzmöglichkeiten in bestimmten Bereichen und Programmiersprachen zu verbessern und zur Expert*in zu werden. Dieser Fleiß lohnt sich: Wer hier glänzt, kann super aufsteigen! Neben einzelnen Spezialisierungen und Weiterbildungen, gibt es die Möglichkeit, Informatik zu studieren.

TEILZEIT:
Und wie sieht es mit dem Job aus, wenn man mal Kinder haben möchte?
Es gibt prinzipiell auch die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten.

♀♂: Der Frauenanteil liegt in diesem Beruf derzeit nur bei 7%

NACHTEILE:
Häufig gibt es Projekte mit Termindruck. Außerdem solltest du auch nach Feierabend Fachartikel und Neuigkeiten aus dem IT-Bereich lesen, damit du immer auf dem neusten Stand bist.

ALTERNATIVEN:
Falls dieser Beruf doch nicht ganz das Richtige für dich ist, kannst du dich über folgende Ausbildungen informieren:

  • Informatikkauffrau*mann
  • Informationselektroniker*in
  • Elektroniker*in für Informations- und Systemtechnik
  • Fachangestellte*r für Medien- und Informationsdienste
  • Elektroniker*in für Automatisierungstechnik
  • Systemelektroniker*in
  • Mathematisch-technische*r Softwareentwickler*in

WEITERE INFOS GIBT ES HIER: